* tiikeriankan hauska elämä *

tigerentenleben

Schokolade

...wem in nächster Zeit eine Schokolade über den Weg läuft,  und irgendwelche Zweifel bestehen, obdiese Schokolade eine "gute Schokolade" ist, der könnte sich an folgendem Test probieren – und das nie mit fehlender Ernsthaftigkeit, denn das würde die Ergebnisse verfälschen... :P
Ein Tipp vorweg: man beachte die Rechtschreibung auf  der Verpackung - bei  "hochwertiger" Schokolade ist dort meistens von Chocolade die Rede - ein sehr aussagekräftiger Hinweis.

Wenn man die Qualität allerdings nicht an diesem Merkmal erkennen kann, bleiben ganze fünf weitere Tests: der erste bezieht sich auf das Erscheinungsbild der Schokolade - zu beachten sind in diesem Teil die Oberflächenstruktur und Farbe - kurz gefasst: man guckt sich die Schokolade an (eine besonders gründliche Variante ist dies, wenn man ein Bino hinzuzieht - die Blicke der Kursassistenten - da man sich eigentlich Insekten anschauen sollte - sind dabei noch eine weitere Belustigung...)

Die weiteren Prüfungsmöglichkeiten sind kurz gefasst Tasten, Hören(!!!), Riechen und letzendlich, wer hätte das gedacht, sogar Schmecken – man darf die Schokolade also tatsächlich essen – fraglich bleibt, ob man das nach der ganzen Prozedur des Betrachten, Begrapschen, Belauschen  und Beschnüffeln überhaupt noch tun möchte.

Ich werde meine Schokolade auch in Zukunft lieber direkt essen und mich wahrscheinlich trotz diverser Mängel (wie zum Beispiel eine nicht homogene Oberfläche, oder noch viel schlimmer ein undeutliches Knackgeräusch beim Zerbrechen) auf die preiswerteren SchoKoladen-Varianten beschränken.

 

…und NEIN, diese Idee stammt nicht von mir, sondern von gewissen Schokoladenherstellern (Name wird nicht genannt),die eine nicht zu geringe Meinung von ihren eigenen Produkten haben und so in letzter Zeit Anleitungen für den eben beschriebenen Schokoladentest (natürlich ein von mir vereinfachter Ausdruck – laut Beschreibung hieß es  „Degustationstest“) den Verpackungen beifügen.


Guten Appetit.



02.03.2007; 11:17

Freizeit...was ist das?

kurz (oder besser in einem Satz) gesagt - es ist genau DAS, wovon ich bis vor genau 2 Tagen (man ahnt es fast: in der zeit VOR den Prüfungen, wozu genaugenommen die letzten 6 Wochen oder weitergegriffen sogar das gesamte letzte Semester gehören) nur träumen konnte, DAS, von dem ich nun (da die Prüfungen vorbei sind) mehr als genügend habe und DAS mit dem ich nun nicht so recht etwas anzufangen weiß...

 

Um die Situation in meinen 12 Quadratmetern zu schildern: Der ganze Stapel an Lesestoff, den ich über die letzte Zeit mehr oder weniger erfolgreich in meinen Kopf eingehämmert habe, liegt nun gänzlich unbeachtet in einer Ecke unter meinem Schreibtisch, wo er wohl noch mindestens drei Wochen unberührt liegen wird und wo er in dieser Zeit von den Wollmäusen meines Zimmers (falls sie irgendwelche Ambitionen im biologischen Bereich haben sollten) besiedelt werden kann.

Zu bieten gibt es an dieser Stelle: Karteikarten in allen im Handel erhältlichen Farben (dieses Sortiment beschränkt sich zu meinem Bedauern auf blassgelb, blassgrün, blassblau, blassrosa und weiß – nicht annähernd genug um beim Lernen etwas Abwechslung zu bekommen), mehrere Stapel von wahllos aufgelisteten Stichwörtern, die ich alle noch einmal nachschlagen wollte – wozu aber die Zeit dann zugegebenermaßen doch wieder zu knapp war und natürlich vielen vielen in Kopien investierten Euros.

 

Unmittelbar nach einer Prüfungsphase, hinterlassen die vorangehenden  Wochen bei mir jedesmal ihre Spuren – eine Erscheinung, die man als Post-Prüfungssyndrom bezeichnen könnte -die natürlichste Nachwirkung, den Schlafmangel habe ich bereits mit einem Daueraufenthalt in meinem Bett von ganzen erholsamen 10 Stunden (genau 5 mehr als in der letzten Zeit ) zu bekämpfen versucht, wobei mich weder der Sturm,der draußen herrschte, noch der Besuch des Freundes bei meiner Zimmernachbarin stören konnten... Außerdem gehört der Kampf gegen den Drang, immer wieder diverse Lehrbücher zur Hand zu nehmen, um mir Hintergrundwissen anzulesen, dazu (was während dem Lernen immer noch das wohlbekannte kleinste Übel war, da es zu den  am wenigstens anstrengenden Methoden des Lernens gehört).

Zur Prüfung an sich bleibt nicht viel zu sagen – man sitzt eben 3 Stunden versammelt mit sämtlichen nichtkrankgeschriebenen Leidensgenossen (wobei der Anteil dieses mal doch sehr gering war) in einem Saal, versucht auf die gleichen 10 Fragen möglichst detailgenaue und richtige Antworten zu geben und verkneift sich nebenbei aufs Klo zu gehen (auch wenn man, wie ich schon seit dem Vorlesen der Anwesenheitsliste dorthin müsste) – denn wer klettert schon gerne lautlos, während alle mit Schreiben, Denken und personenabhängig auch Verzweifeln beschäftigt sind über die engen Tischreihen eines Hörsaales??  

 

So habe ich nun auch gleich einen Grund genannt, mich hier fast 4 Wochen nicht gemeldet zu haben - obgleich mir während dieser Zeit einige berichtenswerte Sachen zugestoßen sind. Zum Beispiel Erlebnisse in Straßenbahnen (bevorzugt Linie 1), in denen ich Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Leuten machen durfte – oder zwangsläufig musste: Fasnachtszeit ist bekannterweise die Zeit des übermäßigen Alkoholgenusses und die Zeit, in der dieser auch öffentlich ausgelebt werden kann. Das dürfte zumindest eine Erklärung dafür sein, wieso ich eines Abends (Rosenmontag-abends) von einem etwa gleichaltrigen weiblichen verkleideten Geschöpf mit einer Menge goldenem Glitter in den Haaren und einer nicht zu überriechenden Alkoholfahne, darüber aufgeklärt wurde, dass sie ihren Schal verloren hatte, mit dem sie Zitat:„soooo sexy“  ausgesehen habe. Um mir das zu vermitteln brauchte sie allerdings die gesamte Fahrzeit von 15 Minuten. Im Hintergrund spielten dabei 10 zugestiegene Mitglieder eines selbsternannten Orchesters Posaune und Trompete – sie versuchten sich an „Otherside“, was aber nur nach erheblicher Anstrengung noch zu erkennen war. Und wer schon einmal Posaunen in einer Straßenbahn spielen gehört hat, der weiß, daß das laut ist.

Des Weiteren musste ich in der Woche zuvor unfreiwillige Zeugineines Gespräches über die verdorbene heutige Jugend werden. Verdorben deshalb, weil sie während der Straßenbahnfahrten lieber liest, Musik hört, oder, was natürlich der Gipfel aller Unverschämtheiten ist, aus dem Fenster starrt, anstatt sich mit der liebenswürdigen älteren Gesellschaftsschicht zu unterhalten. Geführt wurde diese Diskussion von 2 mir gegenübersitzenden betagten Damen, die ihr angeregtes Gespräch hin und wieder  mit bösen Seitenblicken auf mich begleiteten. Fraglich ob sie auf eine Reaktion von mir warteten – denn den Gefallen tat ich ihnen leider nicht….

 

und, bevor ich es vergesse: ich bin immer noch müde...


24.02.2007; 23:50

heftige Streitgespräche am frühen Morgen

Führe ich bevorzugt mit meinem Drucker. So auch heute früh,als dieser sich wieder einmal weigerte, die dringend benötigten Uniunterlagen auszuspucken und stattdessen lieber gemütlich weiter vor sich hinbrummelte und Papier vor und zurück durch seinen Einzug zog. Daraufhin kann zu  kritischen Uhrzeiten (und die Zeit unmittelbar bis eine halbe Stunde nach dem Aufstehen zählen bei mir definitiv dazu) eine äußerst gereizte Reaktion von meiner Seite aus eintreten. Eine Freundin, die ich gerade am Telefon hatte, musste so Ohrenzeugin dieses meines Ausbruches werden, was sie wohl eher erheiterte, den Drucker jedoch auch nicht dazu veranlasste endlich zu gehorchen. Nachdem das Telefongespräch beendet war, konnte ich mich schließlich ganz meinem Widersacher widmen, der inzwischen dazu übergegangen war, das Papier auf kunstvolle Weise zu zerknittern. Unsere Auseinandersetzung ging daraufhin in die handgreifliche Phase über, wobei zugegebenermaßen ich anfing, mit einem leichten Händeschlag, der kurze Zeit später von meinem Gegenüber mit einem Schnitt in den Finger (verursacht durch ein verklemmtes Stück Papier) bestraft wurde. Fluchend machte ich mich daran, dieses Stück aus dem Innenraum des Druckers zu befreien, worauf wie durch ein Wunder das eintrat, worauf ich die ganze zeit gewartet hatte – „Dokument wird gedruckt“.

 

Womit  ich mir nun schlussendlich diese Ehre von einem Drucker, der immerhin für jede Farbladung 72 Euro verschlingt, verdient habe ist mir noch rätselhaft, aber ich nehme es hin – auch wenn mich die ganze Sache eine Verspätung von einer knappen halben Stunde beschert hat –Gutes Training für gereizte Studentennerven.


06.02.2007; 20:13

Lebensweisheit

Wer die Größe der Steine, an denen er sich abreagiert, nicht einschätzen kann, der sollte entweder lernen sich zu beherrschen oder aber  mit einem blauen  Zeh leben können.

Da man ersteres von mir manchmal nicht gerade behaupten kann, muss ich mich nun mit zweiterem abfinden.

03.02.2007; 17:42

rote Ameisenkolonnen

Neue Entdeckungen macht man vor allem dann, wenn man sich eigentlich mit anderen Sachen beschäftigen soll. Da diese "anderen Sachen" vorwiegend mit lernen oder ähnlich Geist-einnehmenden Beschäftigungen zusammenhängen und ich mich gerade in einer Vorprüfungsphase befinde,stieß ich heute während meiner Arbeit auf die rote Ameisenkolonne -eine Word-Animation, die um einen markierten Textbereich einen Rahmen aus lauter wandernden kleinen Strichelchen zieht. Besondere Ähnlichkeit mit Ameisen haben diese meiner Meinung nach zwar nicht, aber das kann man von Programmierern, die außer der  Umgebung ihres Computers wohl nicht viel von der Natur zu sehen bekommen, vielleicht auch nicht verlangen. Hauptsache sie haben ihren Spaß. Das Ganze kann man auch als schwarze Kolonne haben, wobei ich mich bei beiden nach dem praktischen Nutzen frage - für gewöhnlich drucke ich meine Word Dokumente aus - und trotz enormen Preis für eine Ladung Druckpatronen, bekommt mein Drucker noch keine animierten Texte hin.
Deshalb fallen auch "Las Vegas" (farbwechselnde aufleuchtende Sternchen), "blinkender Hintergrund"(schwarz-weiss-schwarz-weiss-schwarz-....) und "schimmernd" (erweckt den Eindruck dass man unter Einfluss sämtlicher Drogen stehen, indem es hin und herwackelt und verschwimmt) in die Kategorie "Dinge die die Welt nicht braucht" - solange diese aber dazu dienen, mich von meiner Arbeit ein kleines bisschen abzulenken, und meine Gedanken zu beschäftigen heiße ich sie im Moment trotzdem herzlich willkommen.

01.02.2007; 20:17

was sagt man dazu?

...ein anstrengender Tag im leben der Tigerente sieht in etwa so aus:
er beginnt noch bevor überhaupt geschlafen wurde, und zwar in folgender Situation: am Schreibtisch sitzend mit einem großen Becher Cappucino aus der Dose und einer sich breit machenden Verzweiflung aufgrund eines Bewerbungsschreibens, welches unbedingt morgen noch fertig sein muss - da Abgabetermin...und da denkt und denkt man, wie man einen einfachen Gedanken, eine Bitte, einen Befehl und zwar "LASST MICH NACH FINNLAND" so formuliern kann das er effektiv wird - da Direktheit in diesem Fall aber nicht der unbedingt beste Weg ist, versuche ich diesen Satz in einen Text von einer knappen DinA4 Seite zu dehnen, allerdings erweist er sich als widerspenstig, weshalb ich ihn erst endgültig gegen 3 Uhr bezwingen konnte und hinterher dankbar den einen Schritt vom Schreibtisch Richtung Bett tun konnte. Unterbrochen wird die Aktivität des Entchens daraufhin von 4 Stunden Schlaf, der um 7 Uhr durch einen Telefonanruf endet. Aufstehen. Computer an, alles ausdrucken und auf in die stadt mich im Fotofix Automaten ablichten lassen.
Das alles nur, um dorthin zu kommen, wo ansonsten freiwillig die wenigsten hin möchten - in die Kälte und Dunkelheit des 1000 Seen Landes - auch wenn diese Benennung wohl die Lüge dieses Landes überhaupt ist - es sind genau 187,888 mal so viele...

und - um es kurz zu sagen: was wurde aus der ganzen Mühe????
jetzt um 23:43 habe ich besagte Bewerbungsunterlagen immer noch in meiner Tasche und bin mit meiner Entscheidung diesen Aufenthalt um ein jahr zu verschieben doch recht zufrieden.

Wer jetzt den Kopf über so viel Verwirrung schüttelt, dem kann ich nur zustimmen.

31.01.2007; 23:25
 

...zu beginn war die tigerente

und da diese für sich schon ein äußerst interessantes Exemplar darstellt, wird hier ein wenig aus ihrem Leben erzählt :)

als sehr spannend kann man das wohl nicht betrachten, aber Tigerenten haben die glückliche (?) Veranlagung zum ewigen Spielkind... was manchmal auch für das Umfeld sehr erheiternd sein kann - und wer braucht in seinem Leben nicht mal ein bisschen
Vergnügen...? ;)

in diesem Sinne... viel Spass und Freude mit folgenden Einträgen -
.... mögen diese banal, hochinteressant, völlig oder beinahe sinnfrei, zu-kopfschütteln-veranlassend, laaaangweilig, fröhlich, traurig, erzählend, verfluchend, hochlobend oder einfach wie das Leben eben so spielt sein !

*Elämä on*


30.01.2007; 21:09

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